Strandtasche nähen in ganz flottiflott… ratzfatz und wunderschön, ein kostenloses Tutorial für Dich!!

Also, ich freue mich jetzt auf den Urlaub… kann’s euch gar nicht sagen, wie doll. Die letzte Zeit war dank eines gewissen Virus-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, ganz schön … anstrengend. Viele Unsicherheiten, neue Fragen, uff. Ich bin froh, wenn ich am Strand liege, das kann ich Euch sagen.

Früher, so mit ohne Kinder, da hatte ich am Strand ein Handtuch dabei, und da hineingewickelt war eine Wasserflasche, Sonnencreme und ein Buch oder Strickzeug. Fertich.

Dann kam eine Phase, mit drei kleinen Kindern, da half nur die gute blaue Tasche vom Möbelschweden… da passte halbwegs das ganze Strandgedöns für 5 Personen hinein.

Jetzt sind die Knuffis etwas größer und wir haben zwar immer noch eine Family-Strandtasche, aber ich habe auch ganz gerne meinen Kram so beieinander. Das hätte ich schon machen sollen, als die alle klein waren… dann hätte ich meine Sachen besser gefunden.

Wir haben in Griechenland wunderschöne, sehr breite Gurtbänder bestellt. Die sind soooo grandios, und ich wollte un-be-dingt etwas damit machen. Als Strandtaschen-Gurtbänder sind die Schätzchen perfekt, denn man hat ja im Normalfall keinen Anorak am Strand an, gell… da schneiden dünne Träger direkt ein.

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Und gibt es ein sommerlicheres Material als Leinen?

Und damit das nasse Badezeugs nicht die Tasche komplett verschnuddelt, ist das Innenleben aus Wachstuch. Close to genial, gell!!

Aaaaber,  weil ich jetzt vor dem Urlaub noch ein paar von den schönen Kleidern und Shirts nähen MUSS, die wir Euch auf Instagram gezeigt haben, sollte die Tasche jetzt biddeschön flottiflott gehen und easypeasy sein.

Zu m Materialset geht es hier entlang…

Wenn Ihr schon einmal unsere Oilskin- oder Canvas-Tasche  genäht habt, dann näht Ihr das Modell hier im Schlaf.

Aber auch wenn Du nochgarnienicht eine Tasche genäht hast, ist das als Einsteigermodell great. So great. Greater als alle anderen.

Du benötigst für diese Tasche ein Materialset, das findest Du bei uns im Shop...

Da die Streifen aus Wachstuch und Leinen 50 cm breit sind, schneidest Du bitte jeweils 2 Quadrate mit 50 cm Seitenlänge  aus dem Leinen und dem Wachstuch.

An einer Seite schneidest Du unten 6 cm große Quadrate aus, wie hier in dem Foto:

 

Wenn Du magst, kannst Du jetzt ein Labelchen aufnähen, Du müsstest es ungefähr so platzieren wie im rechten Bild, dann 6 cm von unten und von der Seite werden nachher auf der Taschen-Vorderseite nicht zu sehen sein, das sind später die Seiten und der Boden.

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Danach legst Du die beiden Leinenteile mit den schönen Seiten aufeinander…. schön-auf-schön, wie wir hier im Nähzimmer sagen. Dann nähst Du die Seiten- und die Bodennähte mit einem Geradstich Länge 2,5-3 zu, Du nähst (Näh-)füßchenbreit an der Stoffkante entlang und vergißt bitte nicht, am Anfang und Ende jeder Naht mit 3-5 Stichen zu verriegeln. Die kleinen, ausgeschnittenen Quadrate nähst Du NICHT.  Die bleiben offen, damit bekommt die Tasche später ihre Tiefe.

Du nähst also da, wo ich hier mit Stecknadeln markiert habe… und bitte auch oben die obere Taschenkante NICHT nähen, da soll ja am Schluß etwas rein, gell!!

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Mit der Innentasche aus Wachstuch machst Du exaktamente dasselbe, aber Du läßt bitte in der Mitte des Bodens eine Wendeöffnung von ca. einer Handbreit. Zu Beginn und am Ende dieser Öffnung gut verriegeln!

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Dann nimmst Du die Ecken und legst die Seiten und die Bodennaht aufeinander und nähst die Öffnung QUER zu. Du kannst Dir den Ablauf gerne noch einmal bei der Dry-Oilskin-Tasche anschauen, da geht es genauso.

 

Du lässt die Innentasche aus Wachstuch uff links gedreht und wendest die Leinen-Außentasche auf rechts/schön.

Dann steckst Du die Leinentasche in die Wachstuchtasche, die schönen Seiten schauen sich an. Der 1 m lange Gurtbandstreifen wird an den Seitennähten mittig mit angenäht. Schau, daß er sich innendrin nicht verknuddelt. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob alles am richtigen Platz ist, dann kannst Du die Taschenoberkante auch mit einer seehehr großen Stichlänge zusammennähen, dann ist es im Notfall schnell aufgetrennt.

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Dann nähst Du die Taschenoberkante einmal rundherum…

Ich habe dann die Oberkante noch einmal ringsherum abgenäht, dabei habe ich den Innenstoff ein bisserl herausspitzen lassen..

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So, Tascherl fertig!! Viel Spaß damit!!!

Das Materialset findest Du im Onlineshop hier…

 

 

 

Dein ganz persönlicher Stil… wie Du ihn findest und warum das so gut tut…

 

Als ich mit 24 Jahren meinen jetzigen Mann kennenlernte, da kam der Moment, wo er mich bei seinen Freunden vorstellen wollte… Ihr kennt das, es ist der Anfang der Beziehung und man fängt nach der ersten, völlig überwältigenden Phase der Zweisamkeit an, den Kosmos des Anderen zu erkunden. Da ist dieser sehr verkrampfte, panische Moment, bei dem man die Eltern kennenlernt und im Grunde ist es bei seinen Freunden mindestens genauso schweißtreibend. Wir befinden uns im Jahr 1997.

Ich war also im bloß-keinen-schlechten-Eindruck-machen-Modus, als wir die Wohnung des anderen Pärchens betraten. Wir wollten abends noch gemeinsam weggehen.  Bißchen Smalltalk, dann sollte es losgehen. Ich unterhielt mich mit Ihr, und lief Ihr im Gespräch nach, als sie voller Stolz Ihren begehbaren Kleiderschrank zeigte.

Mir blieb der Mund offen stehen. Da war ein ganzer Raum, an vier Wänden gefüllt vom Boden bis zur Decke mit Ihrer Kleidung. Das war 1997, fast fashion gab es damals noch nicht so wirklich. Ich hatte so etwas noch nie gesehen. Hunderte von Shirts, Jacken, Hosen… in völlig unterschiedlichen Farbkombinationen, es war eine… Explosion.

Sie war sehr stolz auf Ihre Schätze, aber suchte dann eine bestimmte Jacke, die sie nicht fand… (warum nur…?) und zog dann eine Andere an… die aber nicht wirklich zum Rest paßte. Ich fand das grundsätzlich nicht schlimm, aber ich bekam das Gefühl, wenn Jemand so viel Wert auf Kleidung legt, dann sollte man das auch SEHEN.

Was ich an dem Tag gelernt habe, ist, daß ein voller Kleiderschrank keinen guten Stil macht. Das klingt jetzt nicht nett. Aber ich habe mich oft gefragt, warum ich mit meinen 1,5 m Kleiderschrank und den wenigen Klamotten durchs Leben komme, während andere Meter um Meter füllen und permanent anbauen. Ich dachte immer, ich mache da etwas falsch. Aber Quatsch, ich war mit meinem Minimalismus einfach nur meiner Zeit ein wenig voraus. In den 90ern ging es um Masse und Guck-hier-was-ich-kann-und-was-ich-hab`. Aus dem Spiel war ich irgendwie immer raus. Heute finde ich es gut, daß ich das durchgezogen habe, aber damals war ich wohl eher ein Sonderling. 

Heute ist das Problem vermutlich noch viel verbreiteter.. im Zeitalter der großen Billig-Modeketten gibt es vermutlich sehr, sehr viele überfüllte Kleiderschränke.

Mein Credo ist schon immer und in jedem Lebensbereich, daß Qualität vor Quantität geht. Ich habe heute noch Kleidungsstücke in meinem Schrank, die ich mir gekauft habe, als ich 20 war. Ich trage sie regelmäßig. Das sind absolut zeitlose Klassiker, für die ich damals wirklich eine Weile gejobbt und gespart habe. 

Es gibt verschiedene Phasen im Leben und natürlich hatte ich auch so einige Fehlkäufe. Ds passiert. Und als ich in der Bank gearbeitet habe, hatte ich andere Kleidung als zu der Zeit als junge Mutter. Und jahrelang hatte ich auch das Gefühl, in meinem Kleiderschrank sind lauter Einzelteile, die ich zusammenpassen.

Alles hat seine Zeit.

Und eigentlich ist alles ganz einfach:

Schritt eins:

Ausmisten und Überblick verschaffen. 

Das kann schon echt eine Herkules-Aufgabe sein, aber so what… es hilft nix.

Es gibt einen ganz einfachen Weg, wenn Du Dich entscheiden mußt, ob etwas in Deiner Kollektion bleiben darf: Wenn Du das Kleidungsstück anschaust und Dein Herz hüpft, und Du würdest es wirklich, wirklich gerne anziehen.. dann behältst Du es.

WICHTIG: In dem Moment, wo Du denkst… ach, ich weiß nicht so recht… schon vorbei. Du solltest wirklich, wirklich Freude an dem Stück haben… ansonsten… bye bye.

Und noch ein Gedanke: Oft sagen Dir irgendwelche Ordungs-Coaches, Du sollst den ganzen Schrank leerräumen… das halte ich für schwierig. Dann hast Du vielleicht den ganzen Kladderadatsch auf Dein Bett gelegt und dann verläßt Dich der Mut… oder ein Kind schreit, oderoderoder… ich mache gerne ein Regal nach dem Anderen. Ich wische das dann mit einem schönen Bio-Orangen-Reiniger aus und räume das Regal dann wieder ein. Wenn ich unterbrochen werde bei der Arbeit, habe ich nicht dieses Mega-Chaos-Gefühl. 

Wo anfangen? Hier noch`n Tipp: Nicht lange überlegen… von oben nach unten und von links nach rechts. immer. Das erspart Dir langes Nachdenken, ich sage einfach, so machen wir das.

Und wenn Du jetzt sagst, dann kann ich ja 80% meines Kleiderschranks entsorgen… Das kann sein. Es gibt die sogenannte 80/20 Regel, die besagt, daß wir in 80% der Zeit die gleichen 20% unserer Kleidungsstücke tragen. Kommt Dir bekannt vor?

Jetzt sagst Du, Dunja, das war teuer und das kann ich doch jetzt nicht einfach weggeben… 

Doch. Du kannst. Und wirst am Ende froh darüber sein.

Das Ergebnis wird ein Kleiderschrank sein, den Du liebst. Mit Kleidungsstücken, in denen Du Dich wohlfühlst. Die Du gerne und mit Freude tragen wirst. Du wirst Dein Bild im Spiegel viel mehr genießen.

Und weil alles so schön zueinander passen wird, wirst Du morgens mühelos ein wunderschönes Gesamtpaket zusammenstellen können.

Bähm. Das ist doch mal was, oder? DAFÜR machst Du das. 

Inspiration zum Aufräumen findest Du bei der Netflix-Serie von Marie Kondo (Ihr Buch mochte ich nicht soooo) und in dem Buch von Karen Kingston „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“. Auf Instagram finde ich Zeit statt Zeug sehr inspirierend. 

Zu allererst einmal, solltest Du wirklich bereit sein, etwas verändern zu wollen. Und dann TUN. Dazu helfen große Müllsäcke unglaublich. Es gibt verschiedene Wege Kleidung zu spenden, sicher auch bei Dir vor Ort. Wichtig ist, dass Du es wirklich, wirklich aus dem Haus bringst.

Und nein, Du brauchst nicht 14 verschiedene Shirts zum Malern oder für die Gartenarbeit. Zwei reichen. Ich sag’s nur. Netter Versuch. 

Dann gibt es noch so Liebhaberdinge… bspw. ein tolles Band-Shirt, das Dich an einen ganz besonderen Abend erinnert. Dafür habe ich einen hübschen Schuhkarton. 

ABER: mein Sohn beispielsweise ist Skater. Seine Shirts haben für Ihn Kultstatus. Alle diese Klassiker, aus denen er herausgewachsen ist, warten in einer Sammelkiste darauf, daß ich mich mit dem Thema T-Shirt-Quilt beschäftige. Das sind für ihn absolute Liebhaberstücke, die ihn an seine Touren und Abenteuer erinnern. Das ist persönlich und wird nicht weggegeben.

Bei DEINEM Kleiderschrank geht es darum was DICH glücklich macht. 

Aber jedes Teil sollte Dich glücklich machen… und nicht so na-ja-ich-glaube-das-kann-ich-nochmal-anziehen. If it`s not a hell yes, it`s a No.

Kleiner Luxus-Tipp: Besonders schön schaut es aus, wenn Du alles auf gleiche Bügel hängst.

UUUUND: Hier ist eine Anleitung für hübsche Lavendel-Säckchen… ich liiiiebe die. Hier klicken…

Soo wichtig…Das Wohlfühlen in Deiner Haut.

Es gibt in der schönen bunten Medienwelt sooo unendlich viele Artikel, Texte usw. Zum Thema Selbstliebe, Body positivity.

Manche sind gut. Viele sind Mist.

Und wenn ich noch eine „Frauen“-Zeitschrift sehe, wo in einem Atemzug gesagt wird, daß wir uns so annehmen sollen wie wir sind und dann kommt direkt ein  aktueller Diät-Tipp…  Das ist vollkommener, absoluter verzeiht-das-Wort BULLSHIT. Es gibt meiner Meinung nur eine einzige sinnvolle Diät… dazu gleich mehr.

Ich war gestern mit meiner allerbesten Freundin Einkaufen. Wir stehen im Sportgeschäft. Für den Urlaub wollte ich einen Badeanzug. Da sagt die Allerbeste zu mir: „Warum denn keinen Bikini?“ Ganz ehrlich? Ich wäre NIEMALS auf die Idee gekommen, mir einen Bikini zu kaufen. 

Jetzt werden wir mal ganz konkret. Bei einer Körpergröße von 1,68 m wiege ich so um die 63 Kilogramm. Damit bin ich irgendwie ziemlich durchschnittlich, glaube ich.  Wenn ich so einigermaßen durchschnittlich bin und mich nicht einmal traue, einen Bikini auch nur anzuprobieren ohne gutes Zureden… wie schwierig muß es dann teilweise für diejenigen sein, die kurviger oder  viel dünner sind als ich? Und in was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn man einen Körper, auf dem sich ein Leben abzeichnet, nicht zeigen darf? Und warum interessiert es an der Stelle überhaupt, was Irgendjemand darüber denkt? Kann mir das nicht egal sein und  kann ich bitte einfach mein Bäuchlein ein bißchen in die Sonne halten?

Ich bin gerade 47 Jahre alt geworden und mein Körper hat bei drei Schwangerschaften und jeweils einem knappen Jahr Stillzeit wirklich sein Bestes gegeben. Aber man sieht es ihm an. Wir haben zusammen schon ein paar Schlachten geschlagen. In 47 Jahren passiert etwas… da gibt es Narben und Stellen, wo die Spannkraft einfach nicht die einer Zwanzigjährigen ist.

So isses. Aber in 5 oder 10 oder 15 Jahren wünsche ich mir sehr wahrscheinlich die Haut und den Körper von heute zurück. Also, worauf dann warten? Dann kann ich auch direkt heute das Beste daraus machen. 

Wie kann es sein, daß ich mit einer sehr durchschnittlichen Figur nicht einmal darüber nachdenke, mir einen Bikini zu kaufen? Bis ein Mensch, der mich liebhat, mir die Absolution dafür gibt? Und ich bin noch nicht mal Jemand, der daran allzu viele Gedanken verschwendet… wie tief sitzt das? Dieser Gedanke, nicht gut genug, nicht schön genug zu sein? Ich war gestern wirklich erschüttert. Diese Programmierungen laufen komplett unbewußt ab und reichen sehr, sehr tief. Wie kann das sein? Das ist vermutlich abendfüllend, das Thema. 

Und da hilft mir dann auch kein Selfcare-Post auf Instagram, wo mir Jemand sagt, ich soll ein Bad nehmen und ein gutes Buch lesen und mich so lieben, wie ich bin.

Da helfen mir Kleidungsstücke, die meine Schokoladenseiten zeigen, in denen ich mich schön finde und die mich glücklich machen.

Ich finde es wichtig, dass wir alle uns in unserem Körper wohlfühlen. Ich habe zwei Teenager-Töchter, und ich wünsche Ihnen, daß sie Ihren Körper mögen. 

Bitte sagt Euren Lieben, daß sie schön sind. 

Und wenn Du eine/n Freund/in hast, die ein wirkliches Übergewicht (oder Untergewicht) hat, das Ihre Gesundheit oder Ihre Lebensfreude beeinträchtigt, dann unterstütze das positiv.

Wenn Du mit Dir selbst nicht zufrieden bist, dann suche Dir Hilfe… vom Sportverein bis zum Therapeuten, wir leben in Zeiten, in denen alles zu finden ist… auch für kleines Geld.

Ich wünsche Dir, daß Du Dich so magst wie Du bist. Da hilft auch kein BMI-Rechner und keine Ananas-Diät… So, wie Du Dich von Herzen magst, so ist es richtig. 

You are the hero of your own story und Du entscheidest, was für Dich das Richtige ist… Außer, wenn es in Bereiche geht, die gesundheitsgefährdend sind… und das geht in beide (!!!!!!) Richtungen.

Sowohl zuviel als auch zuwenig Gewicht können gefährlich sein. Das darf man nie vergessen, die Problematik lauert in beiden Extremen.

Tipp: Eine absolute Inspiration ist Katha von „kathastrophal“.

Sie hat einen wunderschönen Stil, eine tolle Ausstrahlung und sieht fantastisch aus.

Darum geht es. DEINE Kleidung sollte zu DIR passen und DICH strahlen lassen. 

DEINE Schokoladenseiten zeigen.

Und da sind wir Selbernäher ganz klar mit einem RiesenVorteil gesegnet… wir entscheiden. 

Mit jedem Nähprojekt lernst Du Dich selbst besser kennen.  Was passt zu DIR, was schmeichelt DIR, was hebt DEINE Persönlichkeit hervor. Und ein Nähprojekt, das dann eben kein Erfolg ist, ist kein Fehler oder Versagen… es ist ein Learning. Dann ist dieser Schnitt nichts für Dich. Dann ist das so. Dann kannst Du das analysieren und überlegen, worauf Du das nächste Mal achten könntest. Wo es nicht richtig sitzt. 

Genauso könntest Du ein Kleidungsstück analysieren, das Dir sehr gut steht, das Du liebst. Wie ist es aufgebaut, was hebt Deine persönlichen Merkmale hervor? Welche Farben bringen Dich zum Leuchten? Dann mehr davon…

Kleiner Tipp: Wenn Du einen Schnitt ein wenig abändern möchtest, kannst Du mit einem günstigen Stoff ein Probemodell nähen. Wenn Du daran dann Veränderungen vornehmen möchtest, kannst Du eine neue Nahtlinie vorzeichnen und zuerst einmal mit einer sehr großen Stichlänge nähen.Wenn Dir die Passform dann nicht gefällt, ist das bei der großen Stichlänge flott wieder aufgetrennt und Du kannst noch einmal justieren. Bis es Dich glücklich macht.

Jetzt kommts…Mein ganz persönliches Diätgeheimnis:

Keep it simple.

In einem Ernährungsratgeber habe ich einmal gelesen, wir sollten nichts essen, was unsere Urgroßmütter nicht als Essen erkannt hätten.

Regional und saisonal ist frisch und günstig… die Kirschen im Juni vom Hofladen sind zehnmal besser als die Superfoods von ganz-weit-weg. 

Ich esse, was mir schmeckt und höre auf, wenn ich satt bin. Ich esse täglich ziemlich genau zu den gleichen Uhrzeiten und mir kommen nur sehr hochwertige Lebensmittel ins Haus. Ganz einfach. Und das heißt nicht teuer. Es ist wie immer im Leben… weniger ist mehr und Qualität vor Quantität. Bionudeln mit Brokkoli-Sauce sind ein feines Mittagessen für kleines Geld.

Fleisch ist etwas Besonderes. Das gibt es bei uns nicht oft, nur in kleinen Mengen und wenn dann in Bio-Qualität oder vom Metzger meines Vertrauens. 

Mein Leben ist so angefüllt mit Kiefer-Orthopädie-Terminen, Steuerberater-Terminen, Kinder-in-der-Gegend-herumfahren, Hund-Gassi, Wäscheberge, Spülmaschine, Laden, Familie… aber das täglich frisch gekochte Essen ist mir heilig. Und da ich nicht viel Zeit habe, darf es einfach sein. Es gibt soviel schöne Ideen dazu, das Internet ist voll davon… auch Ideen für gute Mahlzeiten fürs Büro.

Wenn ich mittags etwas Vernünftiges gegessen habe, dann habe ich weniger Heißhunger auf Süßkram. Das macht es einfacher. Und wenn ich Lust auf Süßes habe, dann esse ich das. Ich bekomme viel größeren Appetit auf Quatsch, wenn ich mir das verbiete.

Kleidung oder Stoffe kaufen… wie finde ich meinen Stil?

Das Auseinandersetzen mit Deinem Kleiderschrank wird Dir zeigen, was DEINE Stücke sind. Und dazu kannst Du ein Shirt bspw. einfach mal in die Hand nehmen oder hineinschlüpfen und Deinem Gefühl nachspüren…

If it`s not a „hell, yes“, it`s a No.

Das ist auch so ungefähr der Ansatz von Marie Kondo.

Dieses Gefühl ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Und das braucht ein bißchen Zeit und Geduld. 

Ich mache es so: ich gehe in ein (Stoff-) Geschäft (oder in meinem Fall, einen Stoff-Großhandel) und lasse die Stücke oder Stoffe auf mich wirken. Und da, wo mein Auge hängenbleibt, da, wo es mich magnetisch hinzieht, das schaue ich mir genauer an. Ich sage immer: „das ruft meinen Namen…“

Einfach nur zuhören. Das reicht schon. In Ruhe, nicht in Hektik.

Und wenn ein Stoff, ein Kleidungsstück mir wirklich, wirklich gut gefällt, dann lasse ich es auch nicht da, dann ist es Meines.

Natürlich ist mein Budget nicht unerschöpflich… ich kann nicht ALLES kaufen…Logisch. Aber ich kaufe NUR Dinge, die mir von GANZEM Herzen gefallen. Und die lasse ich dann nicht liegen, da würde ich mich später ärgern.

Und lieber gaaaaanz wenige, tolle Kleidungsstücke als einen Schrank voller Kompromisse.

Ich hatte schon einige Phasen in meinem Leben, wo mein Budget sehr eng war. Dann reicht eine Jeans und ein gut geschnittenes Shirt. Aber ich bin immer in die feinen Geschäfte und Boutiquen gegangen, einfach um zu sehen, was die großen Desiger gerade machen. Das schult den Blick und hilft dabei, den eigenen Stil zu schärfen. Und ich habe schon oft in meinem Leben auf ein schönes Stück lange gespart. 

Und dieser Tipp ist wirklich wichtig: Vor dem Einkaufen in den Schrank schauen… evtl. ein Foto machen. Und dann beim Einkaufen in Gesamtbildern denken… es ist gut, wenn Dein neues Traumschickelchen zu mehreren Deiner Basics passt.

Ich war gestern 4 Stunden im größten Einkaufszentrum des Rhein-Main-Gebietes. Ich mache das 2 mal im Jahr und habe mir gestern 4 Teile im Wert von insgesamt 160,— € gekauft. Eine Bluse, ein Shirt, einen Bikini und ein Kleid. Ansonsten kaufe ich noch ab und an etwas im Café/Deko-Geschäft meiner Freundin ein. Das sind immer absolute Lieblingsteile, die sich mit den Vorhandenen oder geplanten, noch zu nähenden Dingen in meinem Kopf kombinieren lassen werden.

Das erzähle ich Dir, damit Du nicht denkst, ich würde Unsummen investieren. Ich weiß, ich werde diese Teile jahrelang tragen. Und da ich nicht sehr viel Kleidung besitze, trage ich meine Sachen oft.

Starte mit dem was Du hast. 

Die wichtigste Regel beim Kleiderkauf (und das gilt auch für Stoffe):

Ein aufgeräumter und übersichtlicher Kleiderschrank ist wie eine Kollektion. Das ist ein Teil von DIR. Nur so solltest Du es betrachten… das ist nicht irgendein Schrank. Das bist DU.

Das bedeutet, daß jedes einzelne Stück, das Du in Deinen Kleiderschrank einziehen lässt, es WERT sein muß, in diesen erlauchten Kreis aufgenommen zu werden. Es ist ja schließlich für DICH.

Vor dem Shopping: Kleiderschrank inhalieren… ein ganz genauer Überblick… vielleicht sogar ein Handyfoto?

Wenn Du im Laden stehst, höre genau hin, welches Kleidungsstück gerne mit Dir nach Hause gehen möchte. Die sagen Dir schon Bescheid.

Es spart soviel Energie, wenn alles zusammenpasst… Denk mal an Mark Zuckerberg… Jeans, Shirt, fertig.

In Ensembles denken… das passt hierzu und auch hierzu…

Bei einem Fehlkauf: Weiterverschenken, es als Learning betrachten, sich genau merken, welcher Stil, Farbe, Qualität nicht das Richtige für DICH war und bei den nächsten Käufen gut im Hinterkopf haben, daß bspw. Koralle, auch wenn es gerade suuupertrendy ist, nicht DEINE Farbe ist.

Und Trends sind spannend, aber kein Diktat. DU entscheidest, was DIR gefällt.

Viel Freude bei der Reise zu Deiner Kollektion…

Musselin… ein traumhaftes Material! Tipps zur Verarbeitung und ein kostenloses Tutorial für ein wunderschönes Dreieckstuch!

Gestern Abend waren wir zum ersten Mal seit Wochen liebe Freunde besuchen. Der Anlass war der 14. Geburtstag meines Patenkindes. Das ist ganz zufällig die Tochter meiner besten Freundin… und manchmal meint es der Himmel gut mit uns, denn es ist ja nicht garantiert, daß Deine Kinder sich mit den Kindern Deiner besten Freunde gut verstehen. Aber meine Jüngste und mein Patenkind snd schon von Anfang an ein richtig gutes Team… das ist wirklich ein Geschenk.

Und weil die beiden Mädchen sich so lange nicht sehen konnten und wirklich sehr, sehr traurig darüber waren, da dachte ich, zu diesem Geburtstag gibt es für mein Mausili und Ihre beste Freundin ein ganz besonderes Geschenk. Und das sollte am besten so ein richtiges Seelentröster-Dingsi sein. Dingsi ist unser Insider-Slang für alle Dinge, deren Name uns nicht sofort einfällt…und mir passiert das sehr oft.

Und einer der kuscheligsten, seelenwärmenden Schmusestoffen, das ist halt Musselin. Ich habe im letzten Blogpost über eine Decke geschrieben, die meine Töchter sofort in Beschlag genommen haben… und da es bei zwei Mädels bei uns zuhause und einer Decke nicht lange gutgehen kann, habe ich gedacht, wenn ich meinem Patenkind so ein Geburtstagsdeckchen mache, dann bekommt meine Kleene auch so Eine.

Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Und ein Symbol dieses Jahres ist der Regenbogen. Er steht für Hoffnung und Vertrauen in das Morgen.

Also habe ich den Ladies eine Regenbogendecke gemacht. Mit den coolen Etiketten von aennisews und pruella.naeht.

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Und was soll ich sagen… ich habe wirklich selten so leuchtende Gesichter gesehen.

Für mich habe ich vor einigen Tagen ein XXl-Musselin-Kuscheltuch genäht… das war der perfekte Zeitpunkt, denn prompt danach setzte die für Anfang Juni bekannte Schafskälte ein. Mit den coolen Etiketten liebeliebeliebe ich dieses Tuch. Und weil meine beste Freundin ein ganz, ganz besonderer Mensch ist, habe ich ihr auch so ein Kuscheltuch gemacht. Das war sehr lustig zu sehen, wie sie sich dann mit ihrer Tochter den ganzen Abend abwechselnd das Tuch umgeschuckelt hat. Ganz große Musselinliebe jetzt auch dort. Und diese Tücher sind perfekt für unseren gemeinsamen, geplanten Urlaub in Belgien… dieses Mal kommt die Familie meiner besten Freundin nämlich mit, in ein Ferienhaus in der Nachbarschaft von unserem Lieblingshäuschen… für einen etwas kühleren Sommerabend an der Nordseeküste kann ich mir kein besseres Accessoire vorstellen.

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Erinnert Ihr Euch noch an die Rettung der Taube letzten Herbst? Was war ich so froh, daß ich dieses Tuch umhatte… ich habe darin das verletzte Tierchen eingefangen, gewärmt und ins Tierheim gebracht. Also, der Anwendungsbereich ist vielseitig.

Jetzt kommen wir mal zu den Fakten:

Was ist Musselin?

Grundsätzlich ist das ein Baumwoll-Webstoff. Diese Art  Stoff gibt es schon sehr lange… es sind im Grunde die klassischen Stoffwindeln… nur gibt es ihn inzwischen mit wunderwunderschönen Motiven und Farben. Das Schöne daran ist das zarte, weiche… ein kleiner Hauch. Meistens auch nicht in knallbunt, sondern eher etwas zarter… Charakteristisch sind kleine Unregelmäßigkeiten, Knötchen und verdickte Garnstellen. Meine Kinder haben Stoffwindeln als Schmusedeckchen geliebt und die Decke von Linus aus den Peanuts besteht meiner Meinung nach daraus. Das kann gar nicht anders sein…hihi.

In Gesellschaftsromanen des 17. und 18. Jahrhunderts hüpfen die feinen jungen Damen immer in schwebenden Musselinkleidern herum… das war so populär, dass die Ladies die Kleider auch im kalten Winter in Ihren zugigen Schlößchen getragen haben und anscheinend permanent den Schnief hatten… das nannte man dann die „Musselinkrankheit“. Es ist doch immer dasselbe mit den jungen Trullalas.. mit den wollenen Nierenwärmern haben die es nicht so.

Der Stoff ist in zwei oder drei Lagen aneinandergewebt, das nennt man dann Double ganze oder triple gauze. Die Luft zwischen den einzelnen Lagen macht das Material so leicht und fedrig, gleichzeitig aber auch wärmend.

Der Look ist nicht clean und perfekt, sondern das Unperfekte macht einen Teil des Charmes aus… oder, wie Gesine von allieandmedesign meinte:

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Ihr merkt schon, meine Faszination und Begeisterung für das Stöffle ist groß.

Verarbeitungshinweise

Da der Stoff so hauchzart ist, gibt es hier mal ein paar Tipps:

Vorbereitung:

  • Unbedingt vorwaschen bei 30 Grad …Der Stoff geht noch etwas ein und zieht sich zusammen… das soll so. Daher immer ein paar Zentimeter mehr kaufen..
  • keinen Weichspüler verwenden
  • nicht stark schleudern
  • nicht in den Trockner
  • beim Aufhängen keine Wäscheklammern benutzen, das gibt Druckstellen
  • beim Zuschnitt den Stoff am Besten so kringelig, wie er ist zuschneiden, Dein Kleidungsstück soll ja am Ende auch kringelig sein
  • Du kannst den Musselin auch bügeln (nicht so heiß), dann wird das Kleidungsstück aber auch gebügelt getragen…

Verarbeitung mit der Nähmaschine:

  • eine etwas größere Stichlänge ab 3,0 wählen
  • Ich nähe Musselin gerne mit einer etwas größeren Nahtzugabe von ca. 1,5 bis 2 cm Nahtzugabe und versäubere die offenen Kanten nicht, mir wird das sonst zu hart
  • WICHTIG: Mein Tipp zum Thema Overlock…wenn Du Musselin mit der Overlock verarbeitest, dann mußt Du zusätzlich davor noch eine gerade Naht setzen… sonst reißt das relativ schnell aus.
  • Ich sage in meinen Kursen IMMMER, daß Du beim Beginn der Naht Ober- und Unterfaden am Besten festhalten solltest. Hier ist das besonders wichtig, daß das feine Gewebe nicht in die Stichplatte gezogen wird.
  • Mit einer vernünftigen Nähmaschine und  vernünftigem Garn näht es sich am Besten… dazu beraten wir gerne.
  • Deine Nadelstärke sollte nicht so hoch sein… eine 70er oder 80er Nadel ist das Beste an dieser Stelle. Einige empfehlen Jersey- oder Microtex-Nadeln, ich hatte mit meiner Universalnadel noch nie Schwierigkeiten mit Musselin. Markennnadeln von Schmetz haben eine Farbmarkierung, anhand der Du feststellen kannst, welche Nadel Du gerade vor Dir hast… Die Firma Schmetz hat ein Schaubild dazu, das findest Du hier. Diese Tafel hängt im Nähzimmer, es ist vielleicht eine Idee, das auszudrucken und in der Nähe der Nähmaschine aufzubewahren.
  • Lieber eine frische Nadel verwenden, stumpfe Nadeln sind für Musselin und auch grundsätzlich keine gute Idee.
  • Beim Nähen nicht am Stoff ziehen, das gibt sonst Löcher und gezogene Fäden

 

Näh-Ideen aus Musselin

  • Musselinkleider ( eher so im Sommer, und solltest Du in einem zugigen Schlößchen aus dem 17./18. Jahrhundert wohnen… weißte Bescheid, gell.) Tolle Schnitte hierfür wären die Nelina , die Frau Yuma und die Lilly. Unsere Schnittmuster findest Du im Shop hier..
  • Blusen, Blusenshirts und Tuniken, beispielsweise Frau Yoko, Macaya, Bluse Bellah…Frau Tina, Frau Nina, Cufftop… wie gesagt, Schnittmuster sind hier  zu finden…
  • Perfekt für Baby-Dreieckstücher, Zudecken, leichte Sonnensegel am Kinderwagen, Babyhöschen, Kleidchen, Pucksäcke, Schlafsäcke
  • Loops
  • Kuscheldecken für Große, Schlafdecken für heiße Sommernächte, dafür habe ich auf diesem Blog eine Nähanleitung geschrieben, siehe hier
  • Nachthemden
  • moderne Kissenbezüge
  • Bettwäsche
  • Musselin läßt sich auch wunderbar beplotten

 

UUUUUUND

traumhafte Dreiecks-Kuscheltücher… ich erzähle Euch gerne, wie ich die nähe.

 

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Wenn Euer Stoff bspw. 1,3 m breit auf dem Ballen liegt, dann kauft Ihr 1,3 m Stoff, damit habt Ihr ein Quadrat.

Das einfach in der Diagonale durchschneiden, rechts auf rechts aufeinanderlegen und gut mit Stecknadeln fixieren. Ich nehme bei Musselin nicht soooo gerne Klammern, ich bilde mir ein, das gibt Druckstellen. Bei der Wahl Eurer Stecknadeln solltet Ihr gut darauf achten, eine SEHR gute Qualität einzukaufen. Bei aller Liebe für die Schätzchen aus Omas Nähkäschdle, die sind manchmal schon ganz schön stumpf oder mit kleinen Riffelchen drauf. Ihr braucht eine Wendeöffnung, die eine gute Handbreit groß ist. Ich lasse die gerne in der Mitte der längsten Seite und markiere die Stelle, an der ich nicht weitersähen darf mit zwei Stecknadeln. Dann wird im Grunde nur einmal rundherum genäht, gut verriegelt am Beginn und Ende der Naht. ich finde es immer sehr schön, ein hübsche Label oder Etikett einzunähen… das muß dann zwischen die beiden Lagen und nach INNEN zeigen.

Dann das ganze künftige Lieblingsteilchen wenden und an der Wendeöffnung den Stoff nach innen klappen. Dann entweder mit der Nähmaschine knappkantig die Wendeöffnung schließen.. oder, ganz arg schön, mit einem Leiterstich von Hand. Das Video habe ich schon öfter verlinkt, aber ich mache es hier gerne nochmal.

Diesen Kuscheltüchern kannst Du mit Labelchen, Etiketten, Webbändern oder mit Snappap-Aufnähern noch so den allerletzten Schliff geben. Wir haben wunderschöne Stempel und Stempelkissen mit Textilstempelfarbe im Sortiment… die findest Du hier. Die genialen Etiketten, #mehretikette die es bei uns aktuell gibt, findest Du hier.  Achtung, schnell sein… das sind bald Sammlerstücke, da bin ich mir sicher.

 

Wenn Ihr ein Kinderhalstuch machen möchtet, dann einfach die beiden Dreiecke nochmal in der Mitte durchschneiden und dann diese Stücke zusammennähen. Bei Kinderhalstüchern bitte IMMER darauf achten, daß Kinder sich damit nicht verletzen oder strangulieren können.

Unser Sortiment an feinen Musselin-Stoffen findest Du hier. Wenn Du uns auf Instagram folgst, und unseren Newsletter abonnierst, bist Du immer auf dem Laufenden, wenn es neue Näh-Ideen oder Lieferungen mit tollen Farben gibt.

Hast Du noch eine Idee, die ich aktuell nicht aufgeführt habe? Dann gerne immer her damit!

Viel Freude mit Deinen Musselin-Projekten!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musselin-Kuscheldecken nähen… ganz fix und absolut anfänger-geeignet… eine Nähanleitung für Dich!

Es wird langsam Sommer… und sicher Einer, den wir so schnell nicht vergessen werden.

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Ob und wohin wir in den Urlaub fahren ist noch nicht so klar und überhaupt fühlt sich die Welt gerade oft ganz schön wackelig und irgendwie merkwürdig an. Aber Jammern hat noch nie weitergeholfen und deshalb haben wir einfach immer weitergemacht im Online-Shop und im Laden… egal, ob die Tür zu ist oder auf, Ihr habt uns durch diese Zeit getragen! Ihr seid die Besten. Das mußte mal gesagt werden.

Wir haben neue Routinen und einen neuen Alltag gefunden… dazu gehört für mich eine ruhige Tasse Kaffee morgens im Garten.  Wenn noch alles ganz ruhig ist, dann habe ich einen Moment für mich. Momentan ist es morgens und abends aber noch etwas frisch draußen und deshalb mußte ein Deckchen her. Ich hatte auf Instagram die tollen Decken von Anke aka Cherrypicking gesehen und habe mir selbst Eine zum Geburtstag geschenkt. Wenn Du keine Lust oder Zeit hast, selbst zu nähen, wirst Du bei Ihr fündig… Ankes Decken sind etwas wärmer als meine, aber das ergänzt sich gut. Ich bin froh, daß ich beide Decken habe…

Wir sind hier zu fünft und mit einem Deckchen kommste da nicht weit… im Laden hatte ich gerade so eine hübsche Musselin-Lieferung erhalten….hmmmm… und dazu gibt es aktuell wunderschöne Web-Etiketten von pruellanaeht und aennisews, die haben mich auch sooo angelacht. So sieht meine fertige Musselin-Kuschel-Decke aus:

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Mein Mann hat sie in die Hand genommen und direkt das Modell in grau bestellt… das mache ich gerne. Ich glaube, dass das auch meine Schlafdecke im Sommer werden wird… bei Hitze gibt es nichts Besseres als diesen Stoff, da bin ich sicher. Kinderdecken wären sicher auch eine tolle Idee ( bitte auf die Sicherheit achten und Babys oder Kleinkindern Decken nicht unbeaufsichtigt überlassen).

Ich liebe meine Kuscheldecke jetzt schon, und eine liebe Kundin von mir hat direkt nach meinem Instagram-Post alles stehen und liegen lassen, kam in den Laden geflitzt und hat sich direkt so ein Schätzchen genäht… Stephanie hat einen wunderschönen Blog, schaut gerne mal hier vorbei. Es war so schön zu sehen, wie sie sich über Ihre #musselinkuscheldecke gefreut hat.

Langer Rede kurzer Sinn:

Der Musselin liegt ca. 1,35/1,40 m breit und so habe ich vom rosafarbenen und vom rosafarbenen mit weißen Tupfen jeweils 2 m abgeschnitten und schlicht und einfach beide Teile rechts auf rechts ringsherum zusammengenäht. Dabei das Webetikett oben einfach mit eingenäht.. nicht vergessen, es zeigt nach innen, zwischen die beiden Lagen.

Bei mir hat es gut geklappt, Seite für Seite erst ausgiebig mit Stecknadeln zu fixieren und dann zu nähen. Das Material zieht sich ein bißchen… aber nach dem Waschen habe ich meine Decke feucht in Form gezuppelt, das klappte prima. Du darfst auch ein bißchen mutig sein, der Stoff verzeiht so Einiges, und am Ende sieht man wahrscheinlich nichts von kleinen Abweichungen…

Eine Wendeöffnung von ca. 15 cm habe ich an einer langen Seite gelassen… dann ist der Stoff durch die Webkante schon vor dem Ausfransen geschützt. Jetzt hast Du zwei Möglichkeiten.

Entweder, Du klappst den Stoff an der Wendeöffnung an der Kante, wo genäht wäre, wenn mit der Nähmaschine genäht wäre, nach innen und nähst mit der Nähmaschine einmal klappkantig um die ganze Decke… dabei verschließt Du dann auch die Wendeöffnung.

Oder Du nähst die Wendeöffnung mit einem sogenannten Matratzen- oder Leiterstich zu. Ein gutes Tutorial dazu findest Du hier.

Fertig. Ich habe einfach einen Geradstich genutzt und einfach eine etwas größere Nahtzugabe gewählt um das Ausfransen zu verhindern. Ich habe einmal gelesen, daß es nicht gut ist, wenn man Musselin nur mit der Overlock näht, das reißt wohl eventuell aus, ich habe das nicht getestet… würde aber, glaube ich, zusätzlich zur Overlocknaht immer noch einen Geradstich davorsetzen. Die langen Seiten sind ja durch die Webkante des Stoffes vor dem Ausfasern sowieso gesichert, wenn Du also möchtest, kannst Du natürlich gerne die kurzen Seiten mit einem ZickZack-Stich versäubern. Ich habe die beiden Stofflagen auch nicht vorgewaschen, das habe ich erst hinterher gemacht, ich konnte es nicht abwarten. Musselin sollte man nicht bügeln und die kringelige Optik ist erwünscht. Trocknergeeignet ist das Material nicht, ich habe es bei 40 Grad und etwas niedrigerem Schleudergang gewaschen, das klappte gut.

Du brauchst also einfach 2 m von jedem Musselin , das findest Du im Shop hier.

und die genialen Etiketten, die auch super zu Taschen,Täschchen und an jedes Kleidungsstück passen, findest Du hier.

(Fotos hier von pruella.naeht und aennisews)

 

Diese Variationen würden mir auch gut gefallen:

In den nächsten Tagen werden noch mehr Musseline bei uns eintrudeln, auf Instagram oder im Newsletter seid Ihr immer auf dem Laufenden.

Ich freue mich, daß Euch die Decken auch so gut gefallen…

Bitte bleibt gesund und passt gut auf Euch auf!

Alles Liebe, Dunja

Keine Haftung für Verlinkungen… enthält Werbung von Herzen

 

Meine Großeltern… und was wir aus Ihren Biographien lernen können.

Die Zeiten sind ungewöhnlich. Absolut nichts hat uns auf die aktuelle Situation vorbereitet. Ich schwanke zwischen, Sorge, Angst, Hoffnung und Packen-wir`s-an…

Aber sind wir mal ehrlich. Ich bin 1973 geboren. In meinem ganzen Leben gab es noch nie wirklich Armut, Hunger und ernsthafte Not. Meine Generation und auch die nachfolgenden kennen hier in diesem Land keine knurrenden Mägen und kalte, ungeheizte Räume.

Anders sah das bei der Kriegs- und Nachkriegsgeneration aus. Das waren sicher sehr, sehr prägende Erfahrungen. Komplette Generationen, traumatisiert und ohne Möglichkeit der psychologischen Betreuung. Aus heutiger Sicht unvorstellbar.

Manche konnten über Ihre Erlebnisse reden, Viele haben das nie geschafft. Ich merke immer mehr, daß meine Kindheit, die ich bei meinen Großeltern verbracht habe, anders war, als die Kindheiten meiner Generation. Es ist so spannend, älter zu werden. Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto besser lerne ich mich kennen. Wie Puzzle-Stücke fügt sich so Einiges zusammen und ich verstehe… Ich weiß nicht, wer den Satz gesagt hat, aber es ist so wahr:

„Man kann das Leben nur vorwärts leben, aber man kann es nur im Rückblick verstehen.“

Ich habe meine Kindheit bei meinen Großeltern verbracht. Ich bin von dort aus auch in den Kindergarten und zur Grundschule gegangen. Ich war den ganzen Tag dort, meine Mutter war in einem sehr anspruchsvollen Job, der nicht in einer 40-Stunden-Woche erledigt war und sehr oft habe ich auch bei meinen Großeltern übernachtet.

Deshalb bin ich vielleicht mehr von dem Denken und Handeln der Kriegsgeneration geprägt, als andere Kinder der 70er.

Meine Oma, geboren 1921, kam aus sehr einfachen Verhältnissen. Sie durfte die Schule nicht allzu lange besuchen und mußte mit 14 Jahren arbeiten. Wenn man sich das heute vorstellt… Mein Opa, Baujahr 1917, war ein Metzgerssohn und hatte viele Geschwister. Die mußten alle früh mithelfen und es war sicher körperlich sehr harte Arbeit.

Wie muß das gewesen sein, 1917, noch mitten im Krieg ein Kind zu bekommen? Da war vermutlich nicht viel von ätherischen Ölen, Entspannungsmusik und orthopädischen Lagerungskissen zu sehen. Nicht falsch verstehen, wie gut, daß wir das heute haben.. ich versuche mich nur, in die Zeit und die Umstände hineinzuversetzen.

1929 Weltwirtschaftskrise, 1939 der Krieg… wie muß das gewesen sein? Meine Oma war 18 bei Kriegsausbruch, ich habe heute eine Tochter in dem Alter… dieser Unterschied in den Biographien. Meine Großeltern waren frisch verliebt und mein Opa mußte an die Front… wie haben die das geschafft? Meine Güte, wieviel Sorge, Traurigkeit und Angst muß da gewesen sein. Unvorstellbar.

Beide haben immer wieder aus dieser Zeit erzählt. Nicht oft, aber ich habe es mir  gemerkt. Mag auch sein, daß meine Erinnerung nicht historisch korrekt ist, unser Gehirn füllt manchmal die Lücken von selbst auf, oder man meint, zwischen den Zeilen etwas gehört zu haben. Das hier ist die Geschichte, wie ich sie im Kopf habe… es ist ja jetzt auch schon bald 40 Jahre her.

Mein Opa war so ein verschmitzter, zäher, drahtiger Typ. Er spielte gerne Binokel und Gaigel und wir haben meine ganze Grundschulzeit jeden Nachmittag Karten gespielt. Er hat immer gerne im Garten gearbeitet und an seiner Werkbank in der Garage. Er hat mit mir Schneemänner gebaut, und die Ohren waren die Becher aus dem Waschmittelpaket.

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Wir haben zusammen Kirschen geerntet und aus den Kernen kleine Bäumchen gezogen, Marmelade gekocht, Radieschen gesät und geerntet. Wir haben ein sehr schiefes Vogelhäuschen gebaut und eine kleine Werkzeugkiste für mich. Er hat mich in den Ferien jeden Morgen zum Einkaufen in den Tante-Emma-Laden im Ort geschickt, bei uns hieß das „Zum Essig“ gehen. Der Inhaber hieß Herr Essig, deshalb. Die Einkaufsliste war klar, eine Bild-Zeitung und eine Packung HB-Zigaretten. Tja, so war das, damals durften 8-Jährige Zigaretten kaufen. Herr Essig hatte viele bunte Plastikbehälter mit Süßkramgummigedöns für ein paar Pfennige, und ich durfte mir jeden Tag ein Gummidings vom Wechselgeld kaufen. Manchmal war ich auch richtig reich, wir haben nämlich immer um Pfennige Karten gespielt. Das würde heute so auch keiner mehr machen… es war eine andere Zeit.

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Mein Opa hat auch mal im Krieg eine Demo angezettelt, weil es für die Soldaten keinen Kaffee gab. Er hatte ein Plakat gemalt, „Ohne Kaffee kein Kampf“. Das hat er immer erzählt. Ich glaube, es war sein größtes Glück, in seinem Garten zu sitzen, eine Tasse Kaffee trinken zu können, wann er wollte und mit mir zu karteln. Seine Zeitung, eine Zigarette, ein Schwätzchen über den Gartenzaun mit den Nachbarn, ein bißchen Herumpusseln an der Werkbank. Da war er ganz zufrieden mit seinem Leben. Es ging nie darum, das größere Auto zu fahren, oder teure Anzüge, große Reisen oder Status. Er war zufrieden. Und das ist das Vermächtnis meiner Großeltern…Zufriedenheit mit den kleinen Dingen, die eigentlich die ganz großen Dinge sind.

Nach dem Krieg hat mein Opa seinen Meister gemacht. Den Bäcker- und den Konditormeister. Beim Lernen für seine Prüfungen hat er nachts ganze Kaffeebohnen gekaut um wach zu bleiben, und mit dem Fuß hat er die Wiege mit dem Baby darin geschuckelt. Gemeinsam haben die beiden unglaublich hart gearbeitet, um sich eine Existenz aus dem Nichts aufzubauen. Nachts in der Backstube, Tags im Laden stehen… mein lieber Scholly, wie muß das gewesen sein. Das war das Ziel, der Familienname über der Ladentür. Ein Geschäft. Eine respektierte, solide Existenz in der Gemeinschaft des Ortes. Das war wichtig.

Meine Großeltern sind Schwaben und Protestanten. Sie hatten eine unglaubliche Arbeitsmoral und als Unternehmer Verantwortungsbewusstsein und Ethik. Es steckte Ehre in den Produkten, Handwerkskunst, Wissen und viel Verantwortung. Die Generation meines Vaters stieg in das Geschäft ein und führte es weiter, bis in die Siebziger hinein, als meine Großeltern sich zur Ruhe setzten.

Was ist dagegen so ein Fabrik-Discounter-Brötchen? Purer Mist.

Sie haben mir nie gesagt, wie man ein Geschäft führt. Sie haben nur erzählt, wie sie es gemacht haben. Und es erschien mir so klar, daß es nur so geht. Es geht  natürlich auch ums Geld-Verdienen, aber für den Lebensunterhalt, es ging nie um das schnelle, dicke Geld.

Die Gier, dieses elende Immer-mehr-immer-billiger… das ist die Problematik unserer Zeit. Das zerstört die Umwelt, und beispielsweise Existenzen von Landwirten, die zu diesen Preisen nicht überleben können. Es zerstört aber auch die Qualität unserer Lebensmittel, und unsere Kultur-Landschaft. Geiz ist einfach völlig ungeil.

Eine Freundin von mir hat in diesen Tagen die alte mechanische Mühle ihres Opas aus der Scheune geholt und wieder angeschmissen. Das finde ich richtig gut, auch wenn der Anlass traurig ist.

Plötzlich sind auch Näh-Kenntnisse gefragt wie nie… wir befinden uns in einer ganz neuen Situation und wir gehen neue/alte Wege.

Meine Großeltern hatten auch nie so dieses Frau-gehört-an-den-Herd-Ding laufen. Mein Opa hat immer genau so oft wie die Oma gekocht und gebacken. Die beiden haben gemeinsam im Garten geschafft und früher in der Bäckerei… da gab es keine Unterschiede, ich habe das nie wahrgenommen.

Wenn ich Kurse leite und abends heimkomme, kocht mein Mann immer für mich. Ich freue mich sehr darüber, aber ich koche hier jeden Tag das Mittagessen. Das nennt man dann wohl Arbeitsteilung  Dieses komische Ding aus den 50ern haben meine Großeltern auch nicht gelebt. Und das ist verdammt gut so.

Im Krieg war mein Opa im Lazarett in Straßburg. Meine Oma hat sich in Stuttgart auf ein altes Fahrrad gesetzt und ist zu ihm gefahren. Sie hat immer erzählt, wie sie das Fahrrad in den Straßengraben geschmissen hat, wenn sie die Bomber gehört hat, und sie sich flach an den Boden drücken mußte.

Im Nachbarbett meines Opas lag ein Kamerad, der war Maler. Er malte meine Oma von hinten, so wie er sie von seinem Krankenbett aus sehen konnte. Das Bild hängt bei meinem Vater, ich habe mir mein Eigenes genäht. Ich kann besser mit Nadel und Faden malen, als mit dem Pinsel.

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Meine Oma hatte immer Zeit für mich. Wenn ich von der Schule heimkam, stand sie immer am Küchenfenster und guckte. Dann winkte sie. Ich bekam immer die erste Erdbeere des Jahres und das Herzchen vom Salat. Trotzdem hat sie mich nie verwöhnt… aber es war klar, wir sind ein gutes Team. Sie hatte ein orangenes Nähkästchen und eine Schublade mit Stoffresten und Wollknäueln. Wir haben immer zusammen gehäkelt, gestrickt, genäht, gebacken oder Mensch-ärgere-Dich-nicht gespielt. Wenn ich irgendetwas nicht hingekriegt habe und aufgeben wollte, wenn alle Fäden in der Hand gemacht haben, was sie wollten oder die Hausaufgabe zu schwierig war… da hat die Oma Lina gesagt, und ich höre es  genau: “ Wenn die Anderen das hinkriegen, dann kannst Du es ja wohl auch. Stell`Dich nicht so an.“ Jawollja.

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Meine Großeltern hätten sich niemals im Baumarkt ein Frühbeet gekauft. Sie haben sich aus alten Fenstern und Holz so etwas selbst gebaut.

Ich glaube einfach, die beiden hatten so harte Zeiten hinter sich, daß sie ganz einfach glücklich waren, auf Ihrem kleinen Stückchen Zuhause vor sich hinwurschteln zu können.

Meine Eltern haben jahrelang in diesem Geschäft bis zur Schließung mitgearbeitet. Ich verstehe erst heute, wie viel die Generationen vor mir geleistet haben. Und Ihre Werte sind heute noch genau so gültig.

Ich habe es nie verstanden, warum ein Studium mehr wert sein soll, als eine Ausbildung als Handwerker. Wir brauchen Alle. Die Landwirte, die Krankenpfleger, die NäherInnen, die Ärztinnen, die BäckerInnen, die KassiererInnen… Und Keine/r hat auf die Anderen runterzuschauen.

Ich habe in den letzten Tagen viel mit meinem Vater telefoniert. Und dabei habe ich gesagt, daß es interessant ist zu sehen, welche Berufe und Fähigkeiten plötzlich gefragt sind.

Und mein kluger Papa meinte: “ Diese Fähigkeiten und Berufe waren immer wichtig. Das haben nur Viele nicht gesehen.“

Seit Jahren schreibe ich darüber, wie wichtig ich es finde, daß es kleine Geschäfte gibt. Daß hochwertige Lebensmittel wichtig sind. Daß es wichtig ist, daß wir nähen können. Das hilft jetzt so ungemein. Zum Einen um den Geist und die Hände beschäftigt zu halten und Ablenkung zu finden, zum Anderen ganz praktisch, beim Nähen von diesen Mund-Nase-Dingern.

Und Ihr alle seid diejenigen, die das auch so sehen. Hier lesen, bei uns im Laden Kurse besuchen, Stoffe kaufen undundund. Ich bin so froh, daß ich Euch habe.

Ein Hoch auf Dich! Ohne Dich gäbe es das Nähzimmer nicht. Danke dafür. Von ganzem Herzen.

Bleib gesund und paß gut auf Dich auf.

Alles Liebe, Dunja